Die Mittwochs-Bestelldialoge, Folge 3: Von miserablen Töchtern und unbeständigem Briefporto

Der Weg zur Bank ist ja für meine Mutter heute nicht mehr so einfach. Deshalb bringe ich ihr normalerweise bei jedem meiner Besuche Bargeld von ihrem Konto mit. So auch letztes Mal. Leider hatte ich das Bargeld noch im Portemonnaie, als ich längst wieder Zuhause in Hamburg war – ärgerlich, aber kommt vor.  Deshalb wurde die Haushaltsgeld-Problematik in unserem letzten Supermarkt-Bestell-Telefonat zum Thema. Ich: „Tut mir … Die Mittwochs-Bestelldialoge, Folge 3: Von miserablen Töchtern und unbeständigem Briefporto weiterlesen

Tempo, kleine Schnecken: 3 Schritte vor, 2 zurück

Seit meinem letzten Besuch in Düsseldorf Anfang August ist meine Stimmung ein wenig getrübt. Grund: Meine Eltern strapazieren meine Geduld. Meine Eltern sind nicht gerade die entscheidungsfreudigsten, pragmatischsten Typen, beide nicht. Wir kommen nicht so richtig vorwärts, was mir gar nicht behagt. Ich würde jetzt nämlich am liebsten die Ärmel hochkrempeln, Umzugsunternehmen bestellen, einen Makler anheuern, das Haus weiter entrümpeln, die neue Wohnung anmieten und den Umzug … Tempo, kleine Schnecken: 3 Schritte vor, 2 zurück weiterlesen

Wenn graue Stare es von den Dächern pfeifen.

Meine Mutter sieht nicht mehr so gut. Mit 78 ja auch nichts so Besonderes. Ich bin 37 und habe auch schon -3 Dioptrien. Will gar nicht wissen, wie schlecht ich mit 78 sehen werde. Im Gegensatz zu meiner Mutter trage ich seit Feststehen meiner Sehschwäche eine Brille. Meine Mutter ist der Meinung, eine Brille sei keine besonders ästhetische Angelegenheit, weshalb sie das Tragen einer solchen verweigert. Da sie … Wenn graue Stare es von den Dächern pfeifen. weiterlesen

Warum eigentlich nicht „Mission OmaOpa?“

Diese Frage habe ich jetzt schon öfter gestellt bekommen, deshalb möchte ich sie an dieser Stelle kurz beantworten. Ganz einfach: Weil es meine Eltern sind. Sie sind mit fast 80 zwar im Oma-Opa-Alter und könnten vom Altersunterschied her durchaus meine Großeltern sein. Sind sie aber nunmal nicht. Zwei Gedanken dazu: Gefühl versus Realität: Manchmal fühlt es sich trotzdem so an, als wären sie meine Großeltern. … Warum eigentlich nicht „Mission OmaOpa?“ weiterlesen

Fortbildung: Themenwechsel für Anfänger.

Gute Nachrichten. Die Nachbarn meiner Eltern haben gerade in Rekordzeit ihr baugleiches Haus für ein hübsches Sümmchen verkauft. Da uns das ja auch demnächst bevorsteht, ist das natürlich ein ganz guter Stimmungs-Seismograph in Sachen „Was ist möglich?“ und „Wie schnell?“ Wöchentliches Einkaufs-Telefonat. Meine Mutter hat mir abseits des Bestell-Dialogs gerade davon berichtet. Mama (in Papas Richtung): „Siehst Du, es geht also. Das KÖNNTEN wir auch. Genauso.“ … Fortbildung: Themenwechsel für Anfänger. weiterlesen

Mission: Eltern bemuttern und neue Wurzeln schlagen lassen.

Kooperation. Ein ewiges Thema, an dem es ständig hapert. Ja, Mama und Papa haben vor ein paar Wochen entschieden, dass sie zu mir nach Hamburg kommen. Besser gesagt: Papa hat in diesem Moment endlich nachgegeben. Mama möchte schon ewig zurück in den Norden, schließlich ist sie hier oben aufgewachsen. Papa war es, der immer gebremst hat. Er hängt sehr an Düsseldorf. Ich verstehe ihn ja auch. Wer über 50 Jahre … Mission: Eltern bemuttern und neue Wurzeln schlagen lassen. weiterlesen

Staubzucker und Staubsauger. Das Problem mit den Türvertretern, Folge 2

Seit wir letztes Jahr die Vorsorgevollmacht und die Bankvollmachten unter Dach und Fach gebracht haben, kann ich für meine Eltern auch online Bankgeschäfte erledigen. Früher musste meine Mutter zu Fuß zur Filiale laufen, wenn sie Überweisungen tätigen wollte. Heute ruft sie mich an, gibt mir die Daten durch, und ich erledige das via Banking. Mein Vater steht diesem ganzen Online-Bankgeschäfte-Ding zwar skeptisch gegenüber: Eigentlich gefällt … Staubzucker und Staubsauger. Das Problem mit den Türvertretern, Folge 2 weiterlesen

Der gesunde Menschenverstand, früher und heute: Die NBA, meine Mathenoten und der umgedrehte Spieß

Manchmal fühlt es sich an, als hätte ich plötzlich zwei Kinder mehr. Nur, dass sie 500 Kilometer entfernt wohnen, erwachsen und selbstbestimmt sind, in der Ferne aber immer weniger alleine zurecht kommen. Allerdings: Während Kinder vorwärts gehen, größer werden, dazulernen, läuft es bei meinen Eltern umgekehrt. Die Entwicklung geht rückwärts vonstatten. Jahrzehntelang waren sie erwachsen, hatten ihr Leben selbst im Griff, haben ihr eigenes Geld verdient, … Der gesunde Menschenverstand, früher und heute: Die NBA, meine Mathenoten und der umgedrehte Spieß weiterlesen

Die Mittwochs-Bestell-Dialoge, Folge 2: „Immer schön moderately!“

Es war wieder Mittwoch. So wie neulich. Mein Handy klingelt. „Mama und Papa“ rufen durch. Ich (nenne meinen Namen und sage dann): „(…), ja hallo?“ Mama (wer braucht schon lästige Begrüßungsformeln): „Tochter, bist Du es?“ Ich: „Japp.“ Mama (irritiert): „Wie?“ Ich: „Ja, Mama!“ Mama (erleichtert): „Gott sei Dank, ich dachte schon, ich hätte mich verwählt.“ Ich (geduldig): „Nein.“ Mama (dem untrüglichen Mutterinstinkt folgend): „Du klingst so verschnupft. … Die Mittwochs-Bestell-Dialoge, Folge 2: „Immer schön moderately!“ weiterlesen

„Mama, wo kommt der WLAN-Router her?“ oder: Das Problem mit den Türvertretern, Folge 1

Als ich mit 17 noch bei bei meinen Eltern wohnte, schleppte ich ein 56-K-Modem an, womit wir der erste Haushalt mit privatem Internetzugang in der gesamten Straße waren. Meine Eltern sahen mich erst fragend an, und dann ärgerten sie sich über eine ständig belegte Telefonleitung. Als ich zwei Jahre später auszog, freuten sie sich, wieder ungestört telefonieren zu können, und das war’s. Das Internet war Mama … „Mama, wo kommt der WLAN-Router her?“ oder: Das Problem mit den Türvertretern, Folge 1 weiterlesen